Geschichte

Die Geschichte der Wassermühle in der heute das Restaurant „Mühle zu Blankenberg“ untergebracht ist reicht bis ins Mittelalter zurück. Sie war eine von zwei Mühlen in Stein am Fuße der Stadt Blankenberg die dem Mühlzwang unterlagen, d.h. die Bewohner der Stadt und der umliegenden Dörfer waren gezwungen, ihr Getreide in einer der beiden Mühlen mahlen zu lassen die dem Landesherren, erst dem Grafen von Seyn und später den Herzögen zu Burg, gehörten.

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Bereits im Jahre 1442 wurde eine „muel in der Steyenen“ urkundlich erwähnt wobei jedoch nicht geklärt ist, ob damit die untere oder obere der beiden Mühlen gemeint war.

Aus dem Jahre 1643 finden sich jedoch Aufzeichnungen über zwei Wassermühlen in Stein, die untere Mühle ist also mindestens 360 Jahre alt. Während die obere der beiden Mühlen bereits Anfang der dreißiger Jahre ihren Betrieb einstellte und im Jahre 1979 der Auffahrtsstraße die heute nach Blankenberg führt weichen musste, mahlte die untere bis zum Jahre 1954 weiter.

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Bis sie 1960 zu einem Wohnhaus umgebaut wurde fiel sie erstmal Plünderungen und Beschädigungen zum Opfer. Die letzten Mieter des Hauses zogen 1997 aus und das Gebäude wurde unter Denkmalschutz gestellt..

Der Besitzer der Mühle, der Enkel des letzten dort tätigen Müllers Peter Pütz, Reinhold Siemann, stand vor einer schwierigen Entscheidung. Er entschied sich dafür, das Gebäude nicht an die Stadt Hennef zu verkaufen sondern selbst tätig zu werden und die Mühle aufwendig zu sanieren. Nicht nur die Innenräume wurden umgebaut und stilecht renoviert, auch das Außengelände mit dem Mühlrad wurde neu gestaltet. Ende 1999 eröffnete er mit seiner Lebensgefährtin ein Restaurant in der Mühle. Anfang 2004 übernahmen dann Yvonne Koch und Gerd Röhrig das Restaurant. Heute kann man auf den zweieinhalb Etagen des Bruchsteingebäudes die Spezialitäten der Küche genießen. Liebevolle Details, antike Holzmöbel und das urige Ambiente laden zum Verweilen ein. Im Sommer kann man im Schatten des Blankenberges direkt am Ahrenbach, der einst das Mühlrad antrieb, im idyllischen Biergarten sitzen und ausspannen.